Herzlich Willkommen!

Liebe Besucherinnen und Besucher,

Ab 2.12.2021 gilt die neue 2 G + Regelung: Zutritt zum Museum haben nur Geimpfte oder Genesene nach Vorlage des entsprechenden Nachweises in Verbindung mit einem gültigen Ausweisdokument. Zudem muss ein tagesaktueller negativer Schnelltest oder ein Nachweis über die erfolgte Auffrischungsimpfung (Booster-Impfung) vorgelegt werden. Für Kinder gilt der Nachweis über regelmäßige Testung in der Schule in Kombination mit einem SchülerInnenausweis. In den Ferien benötigen Sie den Nachweis eines negativen Tests. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist obligatorisch

Sonderregeln gelten für Personen, die aufgrund einer medizinischen Kontraindikation, insbesondere einer Schwangerschaft im ersten Schwangerschaftsdrittel, nicht gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 geimpft werden können oder in den letzten drei Monaten aufgrund einer medizinischen Kontraindikation nicht geimpft werden konnten. Sie haben aber einen Testnachweis nach § 2 Nummer 7 COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung vorzulegen. Ausgenommen von der Regelung sind Kinder unter 6 Jahren.

 

Hier finden Sie Testzentren:

Auch Führungen, Workshops und Kindergeburtstage sind nach der 2 G + Regel möglich. Bei weiteren Rückfragen wenden Sie sich gerne an die Museumskasse unter 0681-506 4506 (während der Öffnungszeiten).

 

Weitere Angebote und Informationen zu den aktuellen Hygieneregeln finden Sie hier.

Aktuelle Veranstaltungen

Foto: Weinkeller im ehemaligen Casinogebäude, Anfang 20. Jahrhundert © Lothar Arnold, Fotograf unbekannt

 

Geschlossene Gesellschaft. Eine Präsentation anlässlich 225 Jahre Saarbrücker Casino-Gesellschaft

Im Jahr 2021 feierte die traditionsreiche Saarbrücker Casino-Gesellschaft ihren 225 Geburtstag. Mit einer Sonderpräsentation erinnert das Historische Museum Saar ab dem 1.Februar 2022 an ihre wechselvolle Geschichte. Im Laufe des Monats Februar wird die Restaurierungswerkstatt des Museums in die Ausstellungshalle verlegt, so dass man im Rahmen der Präsentation auch Anton von Werners Monumentalgemälde „Ankunft König Wilhelms“ besichtigen kann. Das Gemälde zeigt den Empfang des preußischen Monarchen 1870 in Saarbrücken durch angesehene Saarbrücker Bürger, darunter auch Mitglieder der Casino-Gesellschaft wie Carl Schmidtborn, Friedrich Quien und Eduard Karcher. Texttafeln, ausgewählte Objekte, Zeichnungen und Fotos ergänzen die Präsentation.

Seit der Mitte des 18. Jahrhunderts gewann das aufstrebende Bürgertum auch an der Saar an ökonomischer und gesellschaftlicher Bedeutung. Unter dem Einfluss der Aufklärung wurden die Privilegien der adligen Führungsschicht in Frage gestellt.

Führende Kaufleute schlossen sich zu Gesellschaften zusammen. 1776 wurde die Saarbrücker Kranengesellschaft gegründet. Seit den 1770er Jahren gab es daneben auch die „Saarbrücker Abendgesellschaft“, eine Art bürgerlicher Lese-und Debattierclub. Als dann am 1. September 1796 Mitglieder der Kranen- und der ehemaligen Abendgesellschaft ein „Colleg“ als Ort geselligen Zusammenseins gründeten, war dies die eigentliche Geburtsstunde der Saarbrücker Casino-Gesellschaft, die sich erst am 5. Januar 1817 unter diesem Namen neu konstituierte, aber die Satzung des Collegs beibehielt. Daher gehört die Saarbrücker-Casino Gesellschaft heute zu den ältesten Casino-Gesellschaften Deutschlands.

Zu den alteingesessenen Kaufleuten wie den Familien Karcher, Köhl, Korn, Röchling und Schmidtborn gesellten sich nach 1870 neben preußischen Beamten und Akademikern auch Offiziere, da Saarbrücken 1820 Garnisonsstadt geworden war. Seit 1826 wurden „ständige“ und „unständige“ Mitglieder unterschieden, wobei erstere einen Wohnsitz in Saarbrücken vorweisen mussten. Die alteingesessenen Saarbrücker wollten sich so von äußeren Einflüssen abgrenzen.Mitte des 19. Jahrhunderts sollte die Casino-Gesellschaft einen Neubau erhalten. Dazu erwarb sie das Gelände in den „Herrengärten“ an der Saar. Ein Wettbewerb wurde ausgeschrieben, den der Kölner Stadtbaumeister Julius Carl Raschdorff als einer von 23 Bewerbern gewann. Ende 1866 erfolgte die Fertigstellung des Baus, heute Sitz des saarländischen Landtags. Im Mai 1954 wurde das aktuelle Gebäude der Casino-Gesellschaft in der Bismarckstraße eröffnet. Mit einer Satzungsänderung 1968 konnten auch Frauen vollumfänglich Mitglied werden.  Einen monatlichen Stammtisch mit Damen führte man erst 1974 ein. Bis zum offiziellen Ende der reinen Männerstammtische dauerte es noch zehn Jahre.

Im Jahr 2019 fusionierten der 2001 gegründete Wirtschaftsclub Saar-Pfalz-Moselle e.V., und die Saarbrücker Casino-Gesellschaft zum „Wirtschaftsclub Saar-Pfalz-Moselle - Saarbrücker Casino Gesellschaft“.

Foto: © Staatskanzlei

65 Jahre Saarland - Historische Info-Wand mit Geldscheinautomaten

Eine 15 qm große Info-Wand zur saarländischen Geschichte mit einem integrierten Souvenirgeldscheinautomaten zeigt im Anschluss an die Dauerausstellung des Museums die Entwicklung unseres Landes in den letzten 65 Jahren an exemplarischen Ereignissen und ist von Januar bis März im Historischen Museum Saar zugänglich. Die Besucherinnen und Besucher erhalten beim Eintritt einen sog. Token, mit dem sie sich an dem Automaten einen Saarschein mit individueller Stückzahlnummer ziehen können.

Die Währung – von Reichsmark über Franken bis D-Mark und Euro – war bei uns an der Saar immer auch ein Zeichen der Zugehörigkeit. Daher wurde zum Jubiläum ein symbolischer Saarschein entwickelt: Auf der Vorderseite mit der Saarschleife als die präsenteste Landmarke. Und auf der Rückseite ist der Saarpolygon zentral – als Klammer von Tradition und Moderne. Ihn umrahmen signifikante Bauwerke der Geschichte (Ringwall, Abtei St. Peter, Völklinger Hütte, CISPA).

Webcam der Live-Restaurierungsstation – Verfolgen Sie die Fortschritte der Restaurierungsarbeiten an „Die Ankunft König Wilhelms I. in Saarbrücken“

Ein Blick hinter die Kulisse – Öffentliche Live-Restaurierung vor Ort und digital
Verfolgen Sie die Restaurierung von „Graf Bismarck“ und „Die Ankunft König Wilhelms I. in Saarbrücken“ in den Räumen des Museums live mit.

Eine öffentlich zugängliche Restaurierungswerkstatt unterhalb der großen Freitreppe im Untergeschoss des Museumsbaus veranschaulicht die einzelnen Schritte der Restaurierungsarbeit, die normalerweise den Blicken der Museumsbesucherinnen und –besucher verborgen bleiben. Dabei können sie der Diplom-Restauratorin Katharina Deimel über die Schulter schauen und Fragen stellen. An einer Tafel werden die einzelnen Schritte der Restaurierung beschrieben und mit entsprechenden Fotos bebildert.


Entnehmen der Farbprobe © Historisches Museum Saar, Thomas Rössler


Säubern der Leinwand © Historisches Museum Saar, Thomas Rössler

 

Mitte Mai konnten die Arbeiten an „Graf Bismarck“ beendet werden. Das fertige Gemälde war danach in der Ausstellung „Monumente des Krieges“ zu sehen.

Mittlerweile hat das mit rund 18 m2 größte Gemälde des Zyklus „Die Ankunft des Königs Wilhelm I. in Saarbrücken“ Einzug in die Werkstatt gehalten. Weitaus stärker beschädigt – mit zwei großen Löchern in der Leinwand – steht es im Zentrum der Restaurierungsstation und des Vermittlungskonzepts.

Anhand einer erhaltenen Schwarz-Weiß-Fotografie des Originalgemäldes werden die darauf abgebildeten Personen identifiziert und deren Bedeutung im Bild erklärt. Vergleichend dazu wird auch das Vorgemälde an dieser Stelle reproduziert.

Die Live-Restaurierung wird von der Kulturstiftung der Länder, dem Ministerium für Bildung und Kultur Saarland sowie dem Förderverein für das Historische Museum Saar finanziert.

 

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