DigAMus Award 2023

DigAMus Award 2023:
Auszeichnung für das Projekt „Historische Filmaufnahmen von Saarbrücken 1904 koloriert“

Im Rahmen der diesjährigen Tagung des Deutschen Museumsbundes in Osnabrück wurde das Projekt „Historische Filmaufnahmen von Saarbrücken 1904 koloriert“ des Historischen Museums Saar mit dem DigAMus Award in der Kategorie „Kleines Budget“ ausgezeichnet. Mit diesem Preis werden besonders gelungene digitale Angebote von Museen im deutschsprachigen Raum honoriert. Zusammen mit dem Historischen Museum Saar hat auch das Badische Landesmuseum mit seinem Projekt „Digitaler Museumskoffer“ den 1. Preis gewonnen.

Der mit einem Budget von 2.300 € realisierte Film wurde auf dem YouTube-Kanal des Historischen Museums Saar inzwischen rund 50.000 mal angesehen.



Der DigAMus Award zeichnet seit 2020 herausragende digitale Angebote an Museen und Kultureinrichtungen im deutschsprachigen Raum aus.
2023 wurden 140 digitale Angebote eingereicht, von denen 31 in fünf Kategorien und einem Sonderpreis nominiert wurden.
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Der DigAMus Award kooperiert seit 2022 mit dem Deutschen Museumsbund und erhält so einen institutionellen Anker. Die Kooperation mit dem Open Science Lab der TIB und Hochschule Hannover ermöglicht, sämtliche eingereichte Projekte als Teil eines wachsenden Wikidata Knowledge-Graphen bereitzustellen.
Die erste feierliche Preisverleihung, die in Präsenz im Theater Osnabrück stattfand, wurde durch die Stiftung Niedersachsen unterstützt.

 

Informationen zum Film und zum Projekt:
Bei dem ausgezeichneten digitalen Angebot des Historischen Museums Saar handelt es sich um die überarbeitete Version eines Kurzfilmes aus dem Jahre 1904, der sich im British Film Institute (BFI) befindet. Er gehört zur Sammlung des Basler Jesuiten Abbé Joseph Alexis Joye (1852-1919), die das BFI 1976 erwarb (Joye Collection). Der Film präsentiert mehrere Orte und lebendige Szenen aus Saarbrücken. 2022 hat das BFI dem Museum ein neues hochauflösendes Digitalisat zur Verfügung gestellt. Dieser Film wurde danach unter Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in Polen und Estland bearbeitet und zurückhaltend eingefärbt. Klänge und Geräusche wurden ergänzt, um einem heutigen Publikum einen Eindruck vom damaligen Leben in der Stadt zu vermitteln. Auch das Tempo, also die Bildfolge, wurde dem Rhythmus unserer Zeit angepasst.

Die Bearbeitung wurde realisiert im Rahmen des Projektes Vimuki, gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien als Teil des Verbundprojektes museum4punkt0

Original-Schwarzweiß-Material wurde mit freundlicher Genehmigung des BFI- National Archive, London, und der Schweizer Jesuiten zur Verfügung gestellt

KI-gestützte Videobearbeitung: Neural Love OÜ, Estland, Denis Shiryaev

 

Fotos in Galerie:
Museumsdirektor Simon Matzerath bei der Dankesrede im Rahmen der Preisverleihung während der Tagung des Deutschen Museumsbundes in Osnabrück, Gruppenfoto der Preisträger*innen mit der Jury während der Tagung des Deutschen Museumsbundes in Osnabrück, Sonstige Aufnahmen der Preisverleihung
© Jane Jachens