Das Museum zur Landesgeschichte und zur Grenzregion
Neben wechselnden aktuellen Ausstellungen zeichnet die Dauerausstellung des Museums auf mehr als 1.500 m² die spannende Geschichte der deutsch-französischen Grenzregion seit 1870 nach.
Das Schicksal der Menschen in der Saarregion war geprägt von vielen Umwälzungen: Drei Kriege und zwei Volksabstimmungen brachten zahlreiche Grenzverschiebungen mit sich, die dazu führten, dass ein um 1900 geborener Saarländer im Laufe seines Lebens fünf verschiedene Pässe besaß.
Das Kaiserreich, der 1. Weltkrieg, die 20er Jahre, der 2. Weltkrieg und die 50er Jahre sind die großen Themen und mit vielen Exponaten werden diese Epochen eindrücklich erlebbar.
Die beiden Ausgrabungsbereiche Unterirdische Burg und Roter Turm sind auch Teil der Dauerausstellung. Im Zuge der Neukonzeption wurden sie 2026 neu eröffnet.
-
Die Ausgrabungsbereiche

Die Unterirdische Burg
Vierzehn Meter unter dem Saarbrücker Schlossplatz wartet das Historische Museum Saar mit einer Überraschung auf. Besucher können in die unterirdische Saarbrücker Burganlage aus Mittelalter und Renaissance hinabsteigen und dort faszinierende historische Bauten entdecken: Teile der mittelalterlichen Burg, eine Schießkammer, Wehranlagen und Kasematten aus dem 16. Jahrhundert sowie die Reste eines im Burggraben errichteten Ballenhauses. Die Bollwerke und Kasematten lagen über Jahrhunderte unter der Erde verborgen und sind nun als multimedialer Erlebnisraum ins Museum integriert. Ziel ist es, die einzigartige Bausubstanz eindrücklich erlebbar zu machen und komplexe historische Entwicklungen anschaulich zu vermitteln.
Im Vorraum zur Burganlage veranschaulicht eine interaktive Kartenanimation die territoriale Entwicklung der Grafschaft Saarbrücken. Ergänzt durch archäologische Funde vom Schlossfelsen entsteht so ein präziser und anschaulicher Überblick über die politische und räumliche Entwicklung der Region.
In der Unterirdischen Burg erklären Projektionen auf den historischen Buntsandstein Bauteile der Bastion und den Burggraben. Auf den Resten eines Jeu de Paume-Spielfeldes wird das Ballenhaus des Renaissanceschlosses digital rekonstruiert. Hier erklärt Grafensohn Philipp den Ursprung und die Regeln des tennisähnlichen Sports, die Besucherinnen und Besucher spielerisch lernen und ausprobieren können.
Praktisch wird es stattdessen an der Station zum Bogenbau: hier können Jung und Alt sich am Bau eines Torbogens versuchen.
Mittelpunkt der Ausstellung ist ein großformatiger Animationsfilm, der eindrucksvoll die verschiedenen Burgen und Schlösser auf dem Schlossfelsen zeigt. Die Entwicklung reicht von der frühmittelalterlichen Turmburg um das Jahr 999 bis heute.

Der Rote Turm
Der neu konzipierte Rote Turm richtet sich insbesondere an ein jüngeres Publikum. Vielfältige Hands-on-Elemente ermöglichen einen spielerischen Zugang zu zentralen Themen mittelalterlicher Lebenswelt und beantworten Fragen wie: Was war eine Burg? Wer lebte dort? Was wurde gegessen? Welche Kleidung wurde getragen? Welche Aufgaben hatte ein Ritter?




