Vimuki
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Smart Kids – Smart Youth – Smart Museum
Digitale Strategien, Methoden, Vernetzung (museum4punkt0 I werkstatt)

Skripte zum Workshop „Smart Kids – Smart Youth – Smart Museum“ 31.08./01.09.

Liebe Museumsschaffende, Liebe Vermittler im Kinder und Jugendbereich, Liebes interessiertes Publikum. Es hat etwas gedauert, aber nun erhalten Sie das Skript zu unserem online Workshop. Im Austausch mit Saarbrücken, Bergisch Gladbach, Berlin, Bad Münstereifel und Nürnberg haben wir für Sie ein Skript mit den wichtigsten Informationen zu den Vorträgen zusammengestellt.

Am 31. August und am 1. September tauschten wir Erfahrungen und Methoden mit Ihnen aus. Live-Führungen, Filmproduktionen, Comics, Digitalstrategien, Games und Geschichte: es gab viele Konzepte, Ideen und Fragen.

Hier können Sie sich die Zusammenfassung der Ergebnisse herunterladen (Skripte Download als PDF).

 

Zahlreiche Museen haben in den vergangenen Jahren digitale Angebote für Schulen entwickelt. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen Lernen, Erleben und Partizipieren zu ermöglichen, ganz gleich ob sie über Haupteingang oder Login in das Museum kommen.

Das Team von VIMUKI, dem Virtuellen Museum für Kinder und Jugendliche, hat einen Workshop vorbereitet, der Ihnen die Möglichkeit bietet, diese auszuprobieren, zu evaluieren und sich darüber auszutauschen.

  • Vergangenheit und Zukunft Simon Matzerath und Reiner Jung vom Historischen Museum Saar blicken zurück in die Anfänge der Museumspädagogik für Kinder und Jugendliche und schildern den Aufbruch in das digitale Zeitalter.
  • Geschichte und Kunst Wie historische Quellen durch die Übertragung in Zeichnungen den Geschichtsunterricht beflügeln können, erklärt Jakob Hinrichs, Comiczeichner aus Berlin.
  • Analog und Digital Erika Érsek vom Deutschen Auswandererhaus Bremerhaven stellt vor, wie Kinder und Jugendliche in das Museum der Zukunft einbezogen werden können.
  • Erinnern und Vernetzen Innerhalb eines Workshops drei NS-Gedenkorte besuchen – das zeigen Ihnen Anna Schlieck (Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, Markus Thulin (LVR-Gedenkstätte Brauweiler) und Nelly Brügelmann (Gedenkort Gestapo-Arrestzelle Saarbrücken).
  • Online und Werkzeuge Marco Hocke, freier Autor und Stadtführer aus Bad Münstereifel, bringt Sie auf den neusten Stand bei Gimmicks, Gadgets und Apps und erklärt Ihnen, wie sie ohne großen Aufwand in Online-Seminare eingebaut werden können.
  • Mitmachen und Mitfiebern Maria Meinert und Andrea Langer präsentieren Ihnen die Entstehung der Erklär- und Kreativvideos, die sie für das Germanische Nationalmuseum Nürnberg produzieren und moderieren.
  • Spielen und Lernen Sebastian Wagmann und Ryan Beck, Computerspiele-Entwickler aus Saarbrücken (Konsonautic Solutions GmbH), analysieren die digitalen Medien und zeigen auf, wie Wissensvermittlung hier intuitiv funktionieren kann.
  • Konstruiert und Durchschaut Nelly Brügelmann und Markus Thulin vom Historischen Museum Saar präsentieren die Vermittlungsmethode „Konstruierte Realitäten“, mit der sie vier Zeitabschnitte des 20. Jahrhunderts für junge Menschen erfahrbar machen.
  • Interaktiv und Digital Daniel Sauer vom Deutschen Historischen Museum Berlin berichtet darüber, wie online-Führungen gelingen können und wie ein analoger Umbau zu einer neuen Form der digitalen Interaktion führen kann.

Das Virtuelle Museum für Kinder und Jugendliche

Mit oder ohne Corona: Digitale Vermittlungsstrategien gehören inzwischen fest zu den Angeboten von Museen. Mit unserem Projekt Vimuki (Virtuelles Museum für Kinder und Jugendliche) möchten wir nun eine neue Form der digitalen Vermittlung für Schulen erarbeiten. Ziel ist es, einen Bildungsmanager – eine Schnittstelle aller unterrichtsrelevanten Museumsausstellungen – und ein Videokonferenztool zur Live-Übertragung der Inhalte zwischen Museum und Schule zu entwickeln. Als Teilprojekt des Verbundprojekts museum4punkt0 wird Vimuki von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert wird. Das Historische Museum Saar und 17 weitere Teilprojekte unterstützen sich im Rahmen dieser Initiative gegenseitig bei der Entwicklung moderner Technologien für die Kulturvermittlung.

Die Online-Live-Führungen (VimukiTours) sind das Herzstück des Virtuellen Museums für Kinder und Jugendliche. Dort haben die Schülerinnen und Schüler die Auswahl zwischen fünf verschiedenen thematischen Rundgängen durch unser Museum. Im Mittelpunkt dieser steht die Dauerausstellung zum 20. Jahrhundert, wobei nicht nur Exponate und Inszenierungen, sondern auch zusätzliches Archiv- und Bildmaterial einbezogen werden. Eine Live-Führung mit dem Titel „Konstruierte Realitäten 1870/71-1919“ wird gerade als Testmodul entwickelt.

Ergänzt werden die Online-Live-Führungen durch eine unterhaltsame Moderation, die Integration von 3D-Modellen, Einblicke in neueste Forschungsergebnisse und noch vieles mehr. Kinder und Jugendliche sollen in ihrer Erfahrungswelt abgeholt und zum Beispiel durch Suchaufträge, Fragen, Diskussionen aktiv einbezogen werden. Besonders hervorzuheben sind die Lernspiele, die ausgehend von Exponaten der Dauerausstellung konzipiert werden.

Der Bildungsmanager (VimukiTutor) bietet den Jugendlichen die Möglichkeit, sich in die vorgestellten Inhalte zu vertiefen. Eine Vielzahl der dort bereitgestellten Materialien kann genauso wie die Online-Live-Führungen in die schulische Vermittlung der Fächer Geschichte und Gesellschaftswissenschaften / Sozialkunde integriert werden.

Aktuell arbeitet das Vimuki-Team zusammen mit zwei Softwarefirmen an der technischen Umsetzung. Parallel dazu finden die ersten Workshops mit Schulklassen statt, um die neuen Vermittlungsmethoden vorzustellen sowie die Wünsche und Interessen der Schülerinnen und Schüler in die Entwicklung einzubinden. Zu Beginn des neuen Schuljahres soll die Testphase mit dem Prototyp starten.

Da die Angebote in Deutsch, Französisch und Englisch präsentiert werden, können sich Schulen und andere Bildungseinrichtungen weltweit mit der wechselvollen Geschichte des Saarlandes und des deutsch-französischen Grenzraumes beschäftigen.

Das Projekt soll bis zum 31.12.2021 fertiggestellt werden und ist über die projekteigene Website abrufbar. Über Instagram kann die weitere Entwicklung nachvollzogen werden. Mehr zu museum4punkt0 erfahren Sie im Anschluss dieses Beitrags.

 

Vorstellungsvideo für museum4punkt0

Video ansehen

museum4punkt0 –
Digitale Strategien für das Museum der Zukunft

Wie werden Menschen in Zukunft im Museum entdecken, lernen und teilhaben? Wie können digitale Technologien dazu beitragen?
Diese Fragen stellt sich das Verbundprojekt museum4punkt0.

Kultureinrichtungen aus verschiedenen Regionen Deutschlands und von unterschiedlichem Profil, unterschiedlicher Größe, Organisationsform und Vertrautheit mit digitalen Prozessen arbeiten intensiv zusammen: Gemeinsam und institutionsübergreifend sollen Angebote für neue Arten des Lernens, Erlebens und Partizipierens im Museum erprobt werden. Wir sind nun offiziell assoziierter Partner des Projekts.

Auf die Größe einer Assel geschrumpft Bodenorganismen begegnen, mit einem Fahrsimulator über die Mondoberfläche fahren oder immaterielles Kulturgut wie die schwäbisch-alemannische Fastnacht virtuell vom Museum aus erleben - modernste Technik, Virtual und Augmented Reality, machen es möglich.

Diese und viele weitere Teilprojekte zur musealen Vermittlung, Besucherinteraktion und -kommunikation erforscht das Verbundprojekt museum4punkt0, in dem das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz, die Staatlichen Museen zu Berlin, die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, das Deutsche Museum, das Deutsche Auswandererhaus Bremerhaven, die Museen der schwäbisch-alemannischen Fastnacht (Fasnachtsmuseum Schloss Langenstein / Museum Narrenschopf) und die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss zusammenarbeiten.

Im Mittelpunkt sollen dabei immer die Besucherinnen und Besucher stehen sowie die Frage, in wieweit digitale Technologien Vermittlungsziele unterstützen oder Wissensbildung fördern können. In mehreren Testdurchläufen werden sie daher erprobt sowie fortwährend überarbeitet und evaluiert. Im Verbund werden die Ergebnisse dann ausgetauscht und diskutiert. Ziel ist es, im Anschluss die gewonnenen Erkenntnisse auch anderen Kultureinrichtungen frei zur Verfügung und zur kostenlosen Nachnutzung bereitzustellen.

Als assoziierter Partner möchte unser Museum auch eigene Ideen und Visionen in einem größeren, kompetenten Netzwerk diskutieren. Mehr dazu erfahren Sie in unserem oben stehenden Vorstellungsvideo und einem Blogbeitrag des Historischen Museums Saar auf der Homepage des Projektes.

Das Projekt museum4punkt0 wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.