Sonderausstellung

Anzeige, Gestaltung, Thomas Roessler

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Die 20er Jahre.

Leben zwischen Tradition und Moderne im internationalen Saargebiet

Historisches Museum Saar, Saarbrücken Schlossplatz, ab 18. Oktober 2019

 

Als Folge des Ersten Weltkrieges und gemäß den Bestimmungen des Versailler Vertrages wurde 1920, vor nahezu 100 Jahren, das Industriegebiet an der Saar von Deutschland getrennt und unter die Verwaltung des Völkerbundes gestellt.

 

Die Ausstellung im Historischen Museum Saar beleuchtet in einer spannenden Inszenierung, mit umfangreichem Medieneinsatz und mit vielen zuvor noch nie gezeigten Objekten die Zeit des ersten saarländischen Sonderweges bis zur Volksabstimmung 1935. Dabei wird nicht nur die gut erforschte politische Geschichte dargestellt (Besatzungszeit, französische Grubenverwaltung, Frankenwährung, Streiks, nationale Demonstrationen, Abstimmungskampf). Ein großer Teil der Ausstellung wird sich erstmals auch mit dem alltäglichen Leben beschäftigen: Aspekte wie Armut, Arbeitslosigkeit, Stadtentwicklung, zunehmende Mobilität, Elektrifizierung, neue Warenwelten und Formensprachen, Freizeitgestaltung (Musik, Kino, Cafés, Ausflugsziele), die Mode der 20er sowie die Frage nach Realität und Mythos der „modernen Frau“ sollen ebenfalls berücksichtigt werden.

 

Die Ausstellung ist Teil des von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien geförderten Projektes „Maschinenräume“, bei dem das Historische Museum Saar mit K8 Institut für strategische Ästhetik zusammenarbeitet.