Sonderausstellung "STEINERNE MACHT"

Burg Bourscheid, Luxemburg, Foto: Historisches Museum Saar, Hajo Dietz
Schießstellung, Saarbrücker Burg, Foto: Historisches Museum Saar, Gunter Moskau
Château de Malbruck, Manderen (Lothringen), Foto: Historisches Museum Saar, Hajo Dietz
Blick in die Ausstellung1-3, Historisches Museum Saar, Oliver Dietze

 

STEINERNE MACHT.

Burgen, Festungen, Schlösser in Lothringen, Luxemburg und im Saarland, große Sonderausstellung

Historisches Museum Saar, Saarbrücken, Schlossplatz,

17.11.2018 bis 23.6. 2019

 

Die Kulturlandschaft in Lothringen, Luxemburg und im Saarland zeichnet sich durch einen reichhaltigen Bestand von mehr als 200 Burgen, Festungen und Schlössern aus. Das Historische Museum Saar fasst erstmals mit seiner neuen Sonderausstellung „Steinerne Macht“ die Forschungen zu diesen Anlagen in der Großregion SaarLorLux zusammen. Unterstützt wurde es von einem Expertenteam aus Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Österreich, Großbritanien und den Niederlanden.

 

Mit dem grenzüberschreitenden Projekt zeigt das Museum auf einer Fläche von 1300 m2 seine größte Sonderausstellung seit der Gründung 1985. Dabei wird die bisherige Ausstellung „Von der Burg zum Schloss“ neu gestaltet und die unterirdische Burg durch ein neues Lichtkonzept aufgewertet.

 

In der Sonderausstellungshalle wird die Baugeschichte der Burgen, Festungen und Schlösser in der Großregion SaarLorLux von den ersten einfachen mittelalterlichen Burgen bis zur geplanten NS-Ordensburg an der Saarschleife dargestellt. Zu sehen sind Burgen von internationaler Bedeutung wie Vianden in Luxemburg oder Château de Malbrouck in Manderen (Lothringen). Von insgesamt vier ausgewählten, heute kaum noch erhaltenen Anlagen, wie Schloss La Fontaine in Luxemburg, Schloss Karlsberg oder Burg Alt-Montclair werden großformatige fotorealistische Computer-Rekonstruktionen gezeigt.  Sie präsentieren die Anlagen mitsamt der Landschaft. Zum ersten Mal können Besucherinnen und Besucher auch sehen, wie die Saarbrücker Burg im Spätmittelalter aussah.

 

Exponate aus dem Saarland, die alle neu gesichtet und bewertet wurden, aber auch aus großen renommierten Sammlungen und Museen in Frankreich, Luxemburg, Belgien und Deutschland ergänzen die baugeschichtliche Darstellung der Burgen und werfen exemplarisch Schlaglichter auf Aspekte des Lebens und des Alltags einfacher und hochgestellter Menschen in den Anlagen, von der Bewaffnung über die Liebe, sich wandelnde Konsumgüter bis zum Handwerk.

Viele Objekte sind erstmals im Saarland zu sehen z.B. ein Schwert aus der Zeit um 1000 aus dem Bayerischen Armeemuseum, ein Maximilians-Harnisch aus dem Germanischen Nationalmuseum, großformatige Gemälde und Karten aus Bitche, Metz oder Luxemburg und eine Uhr aus dem früheren Schloss Karlsberg.

Videoaufnahmen zeigen erstmals Räume und Gänge im Schlossfelsen, die aufgrund ihrer schwierigen Zugangssituation nicht für Besucher offenstehen. Außerdem wird z.B. der Gebrauch von Hakenbüchse und einer Armbrust demonstriert.

 

Zur Ausstellung erscheint im renommierten Verlag Schnell & Steiner ein reich illustrierter Katalog von 432 Seiten, mit Beiträgen von 28 Autoren aus fünf Ländern.

 

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Tobias Hans. Sie ist ein Projekt des Historischen Museums Saar im Rahmen von Sharing Heritage – Europäisches Kulturerbejahr 2018.

 

Unterstützt wird das grenzüberschreitende Projekt durch das Ministerium für Bildung und Kultur, den Regionalverband Saarbrücken, den Förderverein für das Historische Museum Saar, die Sparkasse Saarbrücken, Saartoto und Saarland Marketing.