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  Zehn statt tausend Jahre
Die Zeit des Nationalsozialismus an der Saar

Ausstellung bis auf weiteres wegen Umbau geschlossen!


Arrestzelle der Gestapo mit Inschriften der Opfer
 
     
 
     
Das wichtigste Zeugnis der nationalsozialistischen Herrschaft an der Saar ist eine original erhaltene Arrestzelle der Gestapo, die seit 1935 im Saarbrücker Schloss ihr Hauptquartier hatte. Inschriften an den Wänden zeugen vom Schicksal der Menschen, die hier festgesetzt und gequält wurden.Die Zelle steht im Zentrum der Ausstellung zur NS-Zeit an der Saar.

Am 13. Januar 1935 entschied sich die Bevölkerung des Saargebiets in einer Volksabstimmung mit über 90% der Stimmen für die Rückgliederung an das Deutsche Reich. Eine Szene zeigt, wie nach der Auszählung der Stimmen in der Saarbrücker „Wartburg“, festgehalten in einem großformatigen Gemälde von Christian Woytt, eine jubelnde Menschenmenge durch Saarbrücken zieht. Gleichzeitig verlassen die Gegner der Rückgliederung als Emigranten das Land.

Mit einer Fülle von Objekten, Fotos, Filmausschnitten und Dokumenten vermittelt die Ausstellung anschließend ein anschauliches Bild des Alltags unter dem Nationalsozialismus. Eine Handdruckpresse, Flugblätter, Tarnschriften und ein zum Schmuggeln eingesetztes „Kaffeeblech“ mit doppeltem Boden dokumentieren die spezifische Situation des Widerstandes in der Grenzregion.

Ausgehend von einem Modell der 1938 zerstörten Saarbrücker Synagoge wird der Leidensweg der saarländischen Juden und anderer Gruppen von Verfolgten bis hin zur Deportation in die Konzentrations- und Vernichtungslager nachgezeichnet.

Der Nachbau eines Luftschutzkellers, ein Gasjäckchen für Kinder und Fotos vom zerstörten Saarbrücken vermitteln eine Vorstellung vom Kriegsalltag.
 
     
 
 
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