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  “Als der Krieg über uns gekommen war...”

Die Saarregion und der Erste Weltkrieg

Ausstellung bis auf weiteres wegen Umbau geschlossen!


Der "Eiserne Ritter" der Saarbrücker Ursulinenschule
 
     
 
     
Spielzeugsoldaten, Reservistenkrüge und patriotische Sprüche auf dem Sofakissen belegen, wie sehr Militarismus und Wilhelminismus im Vorfeld des Ersten Weltkrieges Einzug in die Wohnstuben gehalten hatten. Die zahlreichen Kriegervereine fehlten bei keinem öffentlichen Aufmarsch selbst im kleinsten Dorf.

1914 - 1918: Pickelhaube mit feldgrauem Überzug, Stahlhelm und das Modell eines in Saarbrücken entwickelten Pressgasminenwerfers zeigen neben vielen anderen Objekten Facetten eines Krieges, der mit Hurrarufen begann und je länger, je mehr zu einer einzigen großen “Knochenmühle” wurde. Stereo-Dias von den Schützengräben und Stacheldrahtverhauen an der nahegelegenen Westfront geben einen ungeschminkten Eindruck vom grausamen Kriegsgeschehen.

Ein lebensgroßer “Eiserner Ritter” aus der Saarbrücker Ursulinenschule, zeitgenössische Arm- und Beinprothesen sowie eine Fülle von Plakaten und Anschlägen werfen Schlaglichter auf die Lage der Menschen an der “Heimatfront”, die gegen Kriegsende immer mehr vom Überlebenskampf gegen Hunger und Krankheiten geprägt war.

1920 wurde das Saargebiet vom Deutschen Reich abgetrennt und der Verwaltung des Völkerbundes unterstellt. Politische Plakate, das Ehrenbuch des Saarbrücker Ludwigsgymnasiums zum Gedenken an die gefallenen Lehrer und Schüler, aber auch persönliche Erinnerungsstücke veranschaulichen die schwierige Auseinandersetzung mit dem Tod auf dem Schlachtfeld und das Aufkeimen eines neuen Nationalismus.
 
     
 
 
 
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